Nachdem in der Saison 2010/11 nach 14 Monaten Bauzeit der Audi Sportpark mit rund 15.000 Zuschauerplätzen eröffnet wurde, ist im Stadion des FC Ingolstadt kürzlich ein neues Bezahlsystem des Unternehmens EURO Kartensysteme integriert worden.
„Wir haben den Profi-Fußball nach Ingolstadt geholt, jetzt brauchten wir auch ein professionelles Zuhause für uns und die Fans“, meint Thorsten Brieger vom FC Ingolstadt 04. Deshalb ist bei der Ausstattung des Stadions immer mehr auf gute Qualität gesetzt worden. „Ziel war es, ein Bezahlsystem zu implementieren, dass nicht nur technisch hervorragend ist, sondern auch von den Fans sehr gut angenommen wird“, beschreibt Brieger die Entwicklungen im Stadion. „Mit der Entscheidung für ein fanfreundliches System war bereits klar, dass die Wahl nur auf ein offenes System fallen kann“. Offene Systeme kennzeichnen sich dadurch aus, dass das Guthaben auf der Stadionkarte auch außerhalb des Stadions eingesetzt werden kann. Das System der EURO Kartensysteme GmbH wird bereits in der Coface Arena in Mainz und der BayArena in Leverkusen eingesetzt. Auch der VfL Wolfsburg soll sein Stadion ab der nächsten Saison auf girogo umrüsten.

Die neue Fan-Karte des FC Ingolstadt kann nun auch außerhalb des Stadions benutzt werden
Die Fans können ihre FCI Fan-Karte auf Basis der neuen kontaktlosen Bezahlfunktion girogo auch außerhalb des Stadions an allen GeldKarte-Akzeptanzstellen einsetzen. Gelegenheitsbesucher benötigen keine extra Pfandkarte, sie können im Stadion einfach den GeldKarte-Chip auf ihrer girocard nutzen. „Das offene System, gepaart mit einer bereits etablierten zuverlässigen Lösung, hat uns überzeugt“ so Brieger weiter.
Pünktlich zum Start der aktuellen Saison hatten alle Dauerkartenbesitzer eine neue Fankarte. Darauf ist auch das E-Ticket für den Einlass hinterlegt. Die Karte kann dank Near-Field-Communication auch zum kontaktlosen Bezahlen mit girogo Funktion eingesetzt werden. Sekundenschnell kann durch das Halten der Karte ans Terminal bezahlt oder eben beim Einlass das Ticket verifiziert werden. Bevor aber am Kiosk die ersten Getränke und Fan-Artikel gekauft werden können, muss der Stadionbesucher Geld auf den Chip laden. Danach kann das Guthaben auf dem Prepaid-Chip der Stadionkarte an allen 600.000 GeldKarte-Akzeptanzstellen eingesetzt werden. „Bei unseren Fans kommt das bisher super an“, beurteilt Brieger.
Die Vorteile für Verein und Stadionbetreiber liegen nach Angaben des Unternehmens dabei auf der Hand. Je schneller Ticketing und Abverkauf funktionieren, desto zügiger kommt der Fan ins Stadion und desto höher ist der Umsatz für Stadionbetreiber und Caterer. Durch geringere Kosten für Bargeldhandling sparen die Betreiber zusätzlich. „So wird sich die Investition in das neue System für uns schon in wenigen Jahren amortisieren, nicht sofort im nächsten, aber sicher in den nächsten fünf Jahren“, schätzt Brieger.

Der Audi Sportpark folgt dem Beispiel der BayArena und der Coface Arena
Das Bezahlsystem wird nicht nur in Fußballstadien gerne genutzt. Seit April 2012 hat die EURO Kartensysteme GmbH damit angefangen, die Kontaktlos-Technik girogo weitflächig zu verbreiten. Im Großraum Hannover, Braunschweig und Wolfsburg wird girogo bereits auf allen neu herausgegebenen girocards der Volksbanken Raiffeisenbanken und der Sparkassen integriert. Damit lassen sich im Großraum Hannover Beträge bis 20 Euro beispielsweise bei EDEKA, dm Drogeriemärkten und ESSO Tankstellen kontaktlos bezahlen. An reinen girogo-Akzeptanzstellen können die Kunden auch Beträge bis zu 200 EUR bezahlen.
Wie das Unternehmen mitteilt, werden die Sparkassen bis Ende 2015 alle 45 Millionen Sparkassen-Cards mit girogo umrüsten, so auch in Ingolstadt. „Unsere Fans können dann mit ihrer Stadionkarte auch bequem außerhalb des Stadions kontaktlos bezahlen. Wenn dann beim Bäcker oder im Schnellrestaurant um die Ecke oder gar beim Parken mit girogo kontaktlos gezahlt werden kann, macht das natürlich unsere Stadionkarte um so attraktiver“, so Brieger weiter. Ingo Limburg von EURO Kartensysteme bestätigte dies: „Das Interesse ist sowohl von Betreiberseite als auch im Handel sehr groß. So können Karteninhaber an immer mehr attraktiven Einsatzbereichen mit der girogo-Funktion auf ihrer girocard oder eben Fan-Karte bequem und schnell Bezahlen“. (Stadionwelt, 24.09.2012)
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