Das deutsche Unternehmen b+d-Allzweck-Sportartikel hatte im vergangenen Jahr die internationale Ausschreibung für den offiziellen „Match Equipment Supply“ der UEFA EURO 2012 gewonnen. Direkt danach wurde mit der akribischen Vorbereitung auf das Großereignis begonnen.
Der Sportartikel-Ausrüster setzte mit der Belieferung des Turniers 2012 seine Serie als Ausrüster bei Fußball-Europameisterschaften fort. Bereits bei den Turnieren 2000 in Belgien und den Niederlanden, 2004 in Portugal, 2008 in Österreich und der Schweiz sowie bei der FIFA WM 2006 in Deutschland war b+d offizieller Supplier.

Als eine der EM-Arenen wurde das Stadion Miejski in Wroclaw (Städtisches Stadion in Breslau) ausgestattet
Alle Bilder: b+d-Allzweck-Sportartikel
Um eine derartige Ausschreibung zu gewinnen, bedurfte es jedoch einer guten Vorbereitung: „Die UEFA verlangt eine Übersicht über alle Materialkosten, die Präsentation eines bereits erarbeiteten logistischen Konzeptes und eine Menge weiterer Details“, erklärt Andreas Klee, der für b+d bereits bei einigen internationalen Turnieren vor Ort war. Eine besondere Herausforderung beim Turnier 2012 in Polen und der Ukraine stellte laut Klee die Logistik dar: „Gerade in der Ukraine ist das Autobahnnetz weniger ausgebaut als in Deutschland, die Wege zwischen den einzelnen Spielorten sind mitunter jedoch sehr weit. Zudem nimmt der ukrainische Staat mit die strengsten Zollkontrollen in Europa vor. Auf all diese Faktoren mussten wir uns mit unserem Logistikpartner DB Schenker einstellen“, so Klee.
b+d lieferte für die diesjährige EURO einen Großteil der Spielfeldausstattung, angefangen bei Toren, Netzen und Eckfahnen bis hin zu allgemeinem Trainingsbedarf und Auswechselbänken. Gerade letztere versperrten in einigen Stadien zunächst die Sicht auf den unmittelbar dahinter befindlichen Plätzen: „Da die Auswechselbänke bei offiziellen UEFA-Turnieren sowieso Platz für mehr Leute bieten müssen als gewöhnlich, versuchten wir mit der neuen Bank gleich auch das Sichtproblem zu lösen, indem wir sie besser platzierten oder niedriger bauen. Der Veranstalter konnte dadurch mehr Tickets verkaufen. Auch das gehörte zu unserem Job“, so Klee im Vorfeld des Turniers.

Auch in der PGE Arena Gdansk wurde Hand angelegt
Im Oktober 2011 reiste er mit weiteren Mitarbeitern von b+d zusammen mit einer Delegation der UEFA in alle acht Spielorte, sämtliche Trainingsplätze und Manschaftsquartiere des Turniers, um detaillierte Bestandsaufnahmen der Bedingungen vor Ort anzufertigen und bei Turnierstart für alles gerüstet zu sein: „Es galt dabei die Verkehrssicherheit der Plätze zu prüfen, aber auch festzustellen, inwiefern jeder Spielort zwei Trainingsplätze mit gleichen Bedingungen bieten kann. Wenn es um so viel geht, soll kein Team benachteiligt werden“ so Klee. Nach der Rundreise wurde die detaillierte Planung des Projektes für jeden Spielort in Angriff genommen. (Stadionwelt, 09.07.2012)

Der Einbau der Sitzbänke im Olympiastadion Kiew wurde ebenfalls von b+d vorgenommen