Immer mehr Stadien und Arenen bieten sich in Deutschland als Locations für Firmenveranstaltungen und Events aller Art an. Auch der neue Tivoli in Aachen wird sich nächstes Jahr einreihen. Der Neubau der Alemannia tritt im Dreiländereck als Alternative gegenüber Tagungshotels an.
Mit 3.000 Quadratmetern an für Veranstaltungen nutzbarer Fläche auf zwei Geschossebenen präsentiert sich die Alemannia ab dem Spätsommer 2009 auf dem Markt der Event-Locations, und man ist zuversichtlich, auf Anhieb das Interesse der potenziellen Kunden zu wecken. Stephan van der Kooi, der Projektleiter Stadionneubau bei der Alemannia, zählt im Stadionwelt-Interview die Argumente auf: „Wir bieten eine große Terrasse zu einem sehr hellen Innenbereich, von dem aus man über das flache Parkhaus, auf dessen Dach sich zwei Kunstrasenflächen befinden, in das angrenzende Naturschutzgebiet schaut. Das ist schon etwas Besonderes. Für Tagungen, Messen und vergleichbare Veranstaltungen gibt es in Aachen bisher nur Hotels.“

Gleich am Stadion ein Top-Hotel (links im Bild) und Blick ins Naturschutzgebiet: der neue Tivoli
Alle Bilder: Alemannia Aachen
Das erwähnte Parkhaus am verkehrsgünstig gelegenen Stadion wird 1.200 PKW-Stellflächen haben, die während der Fußballspiele in erster Linie den Bedarf an VIP-Kontingenten bedienen. Die VIP- oder Veranstaltungsgäste erreichen von hier aus ihre Logen auf der Haupttribüne beziehungsweise die Veranstaltungs-Säle überdacht.
Nicht zuletzt wegen des ebenfalls im Sportpark Soers gelegenen weltberühmten Reitstadions lohnt sich für Hellmich als Baupartner des Traditionsvereins auch die Investition in den Bau eines Luxushotels auf einem Nachbargrundstück. Es ist freilich eine attraktive Zusatzoption für die Veranstaltungskunden des Stadions. Van der Kooi: „Mangels Hotelbetten im hochpreisigen Segment in Aachen und angesichts der hochkarätigen Gäste, die allein schon aus aller Welt zu den Reitturnieren kommen, braucht Aachen laut einer aktuellen Studie ein Top-Hotel.“

Logen- und Lounge-Ebenen der Haupttribüne
Dass der Charme des alten Tivoli beim Umzug in den Neubau, der zum Saisonstart 2009/10 erfolgt, nicht in Vergessenheit gerät, ist fest im Konzept verankert. Die Farbgebung des stimmungsvollen Stadions für knapp 33.000 Zuschauer mit seinen steilen Tribünen orientiert sich eindeutig an den schwarz-gelben Vereinsfarben, auch behält die Alemannia bei ihrem Schritt ins neue Zeitalter bewährte Gepflogenheiten und einen familiären Charakter bei. Das Lokalkolorit gehört zur Marke Alemannia und wird als Identifikations- und Alleinstellungsmerkmal im top-modernen Ambiente weiterhin gepflegt.
Dies trifft auch beim Catering zu. Zwar erfolgt eine Ausschreibung für die Vergabe gastronomischer und Service-Dienstleistungen, doch sucht man, so van der Kooi, „nach einer anderen Variante als dem klassischen Generalcatering“. (Stadionwelt, 20.11.2008)