Die STRABAG Sportstättenbau GmbH hat die vollständige Laufbahnfläche des Ernst-Abbe-Stadion einer Komplettsanierung unterzogen. Das Ernst-Abbe-Stadion ist das Zuhause des Fußball-Drittligisten FC Carl Zeiss Jena und die Sportanlage der Leichtathleten des TuS Jena.
Als vorbereitende Maßnahme für die Bauarbeiten wurde der alte Kunststoffbelag komplett abgeschält und fachgerecht entsorgt. Mit Hilfe einer Fräse konnte der Asphaltbelag in einer Stärke von fünf bis acht Zentimetern abgetragen und anschließend der Wiederverwertung zugeführt werden. Im nächsten Schritt wurde die Begrenzung der Innenlaufbahn erneuert. Dazu wurden in den Radien neue Schlitzrinnen eingesetzt. Die vorhandenen Rinnen an den Längsseiten des Fußballspielfeldes mussten nicht erneuert, sondern nur überarbeitet werden, da diese bereits vor zwei Jahren von STRABAG im Zuge des Einbaus der Rasenheizung saniert wurde.

Die neue blaue Laufbahn nach ihrer Fertigstellung
Foto: Strabag
Um den anspruchsvollen Anforderungen für internationale Leichtathletik-Wettkämpfe gerecht zu werden, waren umfangreiche Ein- und Umbauten der Leichtathletikanlagen notwendig. Diese umfassten unter anderem die Ausstattung der vorhandenen Weitsprunganlage mit einer Sandfangrinne. Weiterhin erhielt die Anlaufbahn eine neue Beschichtung. Der Einbau eines Wassergrabens inklusive Hindernis, einer Kugelstoßanlage sowie einer Diskus- und Hammerwurfanlage inklusive Schutzgitter erweitert die leichtathletischen Anlagen ebenso umfassend wie die neue Speerwurfanlage.
Bevor mit dem Einbau des Kunststoffbelages begonnen werden konnte, wurde eine Asphalttragschicht gemäß DIN 18035 Teil 6 eingezogen. In Anlehnung an das Olympiastadion in Berlin sowie den Vereinsfarben des FC Carl Zeiss Jena wurde der Kunststoff für die, von der Berleburger Schaumstoffwerk GmbH hergestellten, Laufbahn in der Farbe Blau gewählt. Der gießbeschichtete Belag mit einer Stärke von 15 Millimetern, erfüllt wie die übrigen leichtathletischen Anlagen die Anforderungen des internationalen Leichtathletikverbandes.
Nach dem Vermessen der Laufbahn konnte das Laufbahnzeugnis an die Sportverbände der Stadt Jena übergeben werden. Diese gaben das Stadion sogleich für alle nationalen und internationalen Wettkämpfe frei.
Im Zuge weiterer Arbeiten wurden die Nebenflächen, die hauptsächlich von den Fußballern in Anspruch genommen werden, modernisiert. Dazu zählen unter anderem der Zugangsbereich und die Wechselzonen sowie die Standorte der Spieler- und Trainerbänke, die mit Vollkunststoffrasen und dem dazugehörigen Unterbau versehen wurden. (Stadionwelt, 13.12.2010)
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